Verlag A. Sch. V. W.
Verlag A. Sch. V. W.

Eine wunderschöne und sehr seltene Ansicht der Dampflok G 4/5 No 104... Die Rh. B. erhält diese Maschine im Sommer 1904 in einer ersten Serie zusammen mit der No. 101 - 103. Mit rund 29 Exemplaren prägen diese Loks bis zur Elektrifikation wahrlich das Eisenbahnbild in Graubünden. 

Phot. und Verlag M. Maggi, Ilanz
Phot. und Verlag M. Maggi, Ilanz

Landschaftlich ein grosses

Rh. B. Highlight ist die Fahrt durch die Vorderrheinschlucht.  Zwischen Reichenau und Ilanz. schlängelt sich das Trassee dem Rhein entlang und offen-

bart eine wilde, naturbelassene Landschaft, welche der Flimser Bergsturz vor 10'000 Jahren verursacht hat..

 

 

 

 

 

Phot. und Verlag M. Maggi, Ilanz
Phot. und Verlag M. Maggi, Ilanz

Besonders spektakulär sind die einzigartigen Felsformationen bei Versam. Um diesen auszu-

weichen überquert die Linie das Tal. Der Verlag Maggi hat einige frühe Anischtskarten aufgenommen, leider meistens ohne Dampfzüge. 

Phot. M. Maggi Ilanz, gestempelt 04.10.1903
Phot. M. Maggi Ilanz, gestempelt 04.10.1903

Kurz nach der Fertigstellung der Linie Reichenau - Ilanz entsteht diese interessante Karte vom Bahn- hof Ilanz. M. Maggi gestaltet wie viele schöne Ansichten von Simon Tanner eine Jugenstilkarte mit zwei Photographien.

 

Das Stationsgebäude; neben den Fenstern des zweiten Stockes erkennen wir noch einen Rest des Einweihungsschmuckes. 

 

 

 

 

 

Diesen Ausschnitt finde ich besonders interessant, handelt es sich doch um den 01. Juni 1903, den Eröffnungstag der neuen Bahnlinie Reichenau - Ilanz. Soeben ist der lange Sonderzug eingetroffen 

und die vielen Menschen geniessen die Aktivitäten der Festlichkeiten. Später wird ein Umzug im Dorf stattfinden. Beeindruckend, wie viel Grünfläche sich noch um den Bahnhof befindet. 

 

Es dauert weitere neun Jahre, bis Ilanz zum Durchgangsbahnhof wird. Die Direktion bewilligt zuerst die beiden Linien Samedan - Pontresina und Davos - Filisur, bevor der Weiterbau nach Disentis er-folgt.

 

 

Am 04.10.1903 stempelt der Posthalter in Ilanz die Karte ab, bereits einen Tag später erreicht sie Grono.

Obwohl mit Dampf und Postkutsche unterwegs, die 

Zustellung war sehr schnell.

 

 

 

 

 

Phot. & Verlag Moritz Maggi, Ilanz
Phot. & Verlag Moritz Maggi, Ilanz

 

Der Russein Viadukt während seiner Entstehung Ende September 1911. Einen Monat später sind die 20m weiten Wölbungen mittels schöner Granitquader geschlossen. Der Viadukt ist eines der wenigen spektakulären" Bauwerke auf dieser Linie. 
      

Stamparia Atelier Artistic J.E. Wolfensberger Zürich
Stamparia Atelier Artistic J.E. Wolfensberger Zürich

Die Bauarbeiten Ilanz - Disentis beginnen am 10. April 1910 unter der Leitung von Chefingenieur Peter Saluz. Die Strecke  wird dabei in vier Lose eingeteilt: Ilanz–Petersbach, Petersbach–Trun, Trun–Sumvitg-Cumpadials, Sumvitg-Cumpadials–Disentis. Die ersten beiden Abschnitte machen keine Schwierigkeiten, da sie am Talboden entlangführen und nur, wenn die Strecke sich dem Fluss nähert, Aufschüttungen und Dämme erfordert.. Die anderen beiden Teilstrecken erfordern den Bau von Kunstbauten und Tunnels. Der Bahnhof Disentis wird im Gegensatz zu allen anderen Bahnhöfen grösser gestaltet, da die Rh.B. schon auf den Hinblick auf die Streckeneröffnung der Furka-Oberalp-Bahn plant. Da die Bauarbeiten an der gesamten Strecke zügig vorangehen, kann die Strecke schon nach zwei Jahren Bauzeit am 30. Juli 1912 feierlich eröffnet werden.


Auf der originalen Festkarte von 1912 ist das auffälligste Bauwerk der Strecke abgebildet; der Russein Viadukt. Schön auch, dass die Karte am Eröffnungstag gestempelt ist.