Die Lokomotive Ge 6/6 II, eigene Photographien

Eine weitere faszinierende Lokomotive ist die Ge 6/6 II.. Mit dem Bau der Bergeller Kraftwerke und den damit verbundenen Betontransporten benötigen die RhB stärkere Lokomotiven. Die Folge davon sind die neuen Ge 6/6 II, welche diese Lasten auf der Albulalinie bewältigen können. Es sind elegante, wuchtige Kraftprotze, welche ausdrücken: "Hängt mir alles an, ich werde jede Last den steilen Albula raufziehen". Jede Lok ziert ein eigenes gegossenes Wappen. 1958 fahren erstmals die beiden Prototypen Raetia und Curia, 1965 folgen die "St. Moritz, Davos, Pontresina, Disentis und die Scuol."


 

Die erste Ge 6/6 No 701 "Reatia" wird mit dem Bündner Kantonswappen geschmückt. Zusammen mit der Curia besitzen diese beiden Loks auf der Frontseite Durchgangstüren. Das macht die Lok schöner, 

die Sicht des Lokführers wird dadurch aber eingeschränkt. Die nachfolgenden Ge 6/6 bekommen deshalb nur noch zwei Frontscheiben.                     

In Chur wartet die 701 auf die Abfahrt ins Engadin. In ihrer ursprünglichen grüner Farbe und her-kömmlichen Stromabnehmern gefällt mir die Lok am besten. 

Das ist er, der Kondukteur mit den roten schönen Ledertaschen. Vermutlich will er dem Lokomotiv-

führer der Krokodillok die Anhängelast bekanntgeben. Dahinter ist die No. 702 "Curia" eingetroffen. 

Hier überführt die 703 "St. Moritz" einen Personenzug von Landquart nach Chur. Bei Ihr verzichtete die SLM bereits auf die oben erwähnten Front - Verbindungstüren.  

Die Einfahrt auf den Landwasserviadukt sieht wahrlich felsig aus. Noch gibt es keine Aussichtsplat-form für Eisenbahnliebhaber und der Weg zu diesem Photo führt der steilen Bergflanke entlang 

Die Lok No 704 "Davos" verlässt die Station Cinuos Chel und macht sich auf den Weg in Richtung St. Moritz.

Im Bahnhof von Pontresina begegnen wir zufälligerweise der No. 705 "Pontresina". Sie wird diesen Güterzug über den Albulapass ins Unterland führen.

Die No. 706 "Disentis/Mustair" bestaunen wir in Chur. Sogar der Führerstand ist auf der Frontseite mit einer I oder II angeschrieben. Die Lokomotive wirkt auf diesem Foto ziemlich bullig.

Hier fährt sie mit ihrem Zug bei hoher Geschwindigkeit durch den Bahnhof von Rhäzüns. Lange Zeit waren die Ge 6/6 II die stärksten Schmalspurloks in Europa.

 

In der südlichen Einfahrtskurve erreicht die No 707 "Scuol" die Station Tiefencastel.. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf dieserm Photo ist die No 707 von Thusis her eingetroffen. Noch werden die Postsäcke per Bahn transportiert und so dauert es immer ein wenig, bis der Zug weiterfahren kann.

Die neuere Ge 6/6 II 707 umfährt das Krokodil 408 in Chur.

 

 

Die interessante Uebersichtsliste der Loks von Wikipedia

 

Betriebsnummer Name Wappen Inbetriebnahme Bemerkung
701 Raetia Wappen Graubünden matt.svg 09.05.1958  
702 Curia Chur wappen.svg 19.06.1958  
703 St. Moritz St Moritz wappen.svg 05.04.1965  
704 Davos Davos wappen.svg 03.02.1965  
705 Pontresina/Puntraschigna Pontresina wappen.svg 05.05.1965  
706 Disentis/Mustér Disentis Muster wappen.svg 09.06.1965  
707 Scuol Scuol wappen.svg 05.07.1965 bis 1971 als Schuls/Scuol bezeichnet

 

Die Ge 6/6 II sind heute noch vor Güterzügen anzutreffen. Die Loks erhielten Verjüngungskuren, welche Ihnen leider das bullige, wilde Aussehen wegnahmen. Die neuen Strohmabnehmer passen nicht mehr so recht zum wuchtigen Lokkasten, die schönen pollierten Messinganschriften sind verschwunden und die heutige rote Farbe ist so-so la-la.. Kurz gesagt, die Loks haben keine "Eier" mehr. Doch das ist Ansichtsache. Ich freue mich, dass es sie noch gibt und vielleicht wird einst eine Lok zu Museums-fahrten wieder in den Originalzustand zurückgebaut.