Die Stangenlok G 2/4 und 4/6, eigene Photographien

Sieben Lokomotiven vom Typ G 2/4 mit den Nummern 201 bis 207 verkehren auf der 1913 eröffneten Bahnstrecke Bever - Scuol Tarasp. Die Loks erreichen eine Geschwindigkeit von 45 km/h und besitzen eine Leistung von 228 kW. Den mechanischen Teil liefert die SLM, während BBC die elektrischen Komponenten anfertigt. Zum Antrieb werden Repulsionsmotoren verwendet, die sich durch einen hohen Anzugmoment und stoßfreien Anlauf auszeichnen.

In den Haupwerkstätten Landquarts abgestellt wartet die im Jahre 1974 ausgemusterte Lok 207 auf Ihren neuen Standort im Verkehrshaus der Schweiz.

Leider bricht die Rh.B die 221, ursprünglich 203, im Jahr 1998 ab. Ihre letzten Jahre verbringt die Lok in Samedan im Rangierdienst.

Bei schönem Wetter an einem Herbsttag...

Auch die 222 rangiert die Bahnwaggons hin und her. Schöne Aufnahmen mit "Mohrenköpfen" in Landquart. Die 222 wird heute noch als "Museumslok" eingesetzt.

Ein weiteres Photo beim Rangieren...

Die interessante Liste über die Ge 2/4:

 

Betriebsnummer Inbetriebnahme Umbau Ausmusterung Verblieb
201 27.12.1912 1943 → 213 1992 verschrottet nach Unfall
202 25.01.1913 1943 → 211 2001 verschrottet nach Getriebeschaden
203 16.04.1913 1946 → 221 1998 verschrottet
204 26.04.1913 1946 → 222 -- Beschränkt betriebsfähiges Museumsfahrzeug (Vmax 30 km/h wegen Getriebeschaden)
205 17.05.1913 1928 → Einbau Stirnwandtüren 1974 1974 Funktionsfähiges Denkmal (Standmodell) Winterthur

Seit Ende November 2007 in Arth-Goldau zur Revision als funktionsfähiges Denkmal (Standmodell).

206 06.06.1913 1946 → 212 2006 2007 Denkmal bei Fribourg
207 26.06.1913 - 1974 1982 Verkehrshaus Luzern

 

Im Depot Landquart wartet auch die Ge 4/6 No 353 auf Ihr weiteres Schicksal. Zum Glück entscheidet sich die Direktion, die Lok zu restaurieren und für zukünftige Extrafahrten einzusetzen.

Hin und wieder kommt sie auch im Engadin zum Einsatz, wo Sie noch für Stückgutgüterzüge einge-

setzt wird.

Glück im Unglück hat die Ge 4/6 No 391. Es gibt sie noch, aber sie kann keine Züge mehr durch die Täler Graubündens ziehen. Von 1973 bis 1980 rostet die Lok auf diesem Gleis vor sich her, bekommt dann aber eine neues Zuhause bei der AEG in Deutschland, welche ursprünglich die

elektrische Ausrüstung für diese Lok lieferte.

Grosses Pech wiederfährt der Ge 4/6 No. 355., welche hier mit einem Regionalzug aus Landquart in Chur eintrifft. 1984 wird sie abgebrochen und verschrottet..

Die Liste über den Verbleib der Ge 4/6:

 

Betriebsnummer Inbetriebnahme Hersteller Motorleistung Ausmusterung Verbleib
301 09.06.1913 SLM/BBC 440 kW 1966 verschrottet November 1971
302 29.08.1918 SLM/BBC 588 kW 1971 verschrottet Dezember 1976
351 18.12.1912 SLM/MFO 440 kW 1973 verschrottet Januar 1977
352 07.02.1913 SLM/MFO 440 kW 1973 verschrottet Februar 1977
353 24.07.1914 SLM/MFO 588 kW - Museumslok, Depot Samedan
354 06.10.1914 SLM/MFO 588 kW 1984 verschrottet Dezember 1984
355 21.12.1914 SLM/MFO 588 kW 1984 verschrottet August 1984
391 16.03.1913 SLM/AEG 440 kW 1973 1980 an AEG, Museumslok DTMB