Werkphoto Brown Broveri
Werkphoto Brown Broveri

Für die Engadin Bahn ist der 28. Juni 1913 ein grosser Tag. Erstmals fährt der öffentliche Zug von Bever nach Scuol. Die Bauzeit beträgt 4 Jahre. Schon ab dem ersten Tag elektrisch betrieben ist sie der Stolz der Engadiner; kein Russ und Gestank wie bei den Unterländer Dampfbahnen. Eine dieser neuen Elektroloks ist die Ge 4/6 No. 301

Verlag Carl Künzli-Tobler Zürich
Verlag Carl Künzli-Tobler Zürich

Auf dieser seltenen Karte von Bevers hat Carl Künzli die 

"moderne" Engadiner,- sowie die noch dampfbetriebene Albula-

bahn aufgenommen. Rechts ist 

die Ge 4/6 No 352 mit neus-

ten Personenwagen von Scuol her eingetroffen, gegenüber räu-

chelt die G 4/5 vor sich her.

Vor der Weiterfahrt nach St. Moritz kontrolliert der

Heizer nochmals seine Dampflok. Die Fahrt über den Albula war anstrengend und die Lok will nachgeschmiert werden..

Verlag Carl Künzli-Tobler Zürich, gestempelt 07.11.1913
Verlag Carl Künzli-Tobler Zürich, gestempelt 07.11.1913

In Bevers steigen die Reisenden

von der Albula- auf die Engadin Bahn um. Der Absender schreibt

unter der Ge 4/6 No 391: "Dies ist unsere Lokomotive in Bevers"

Beachtlich finde ich die Länge des Zuges. In Scuol T. beginnen die Blütenjahre des Tourismus.

Verlag Andi Hane Rorschach, gestempelt 10.09.1915
Verlag Andi Hane Rorschach, gestempelt 10.09.1915

Am Fusse des Albula Pass liegt das Dorf La Punt, auf der Karte als "Ponte" benannt. Im Hintergrund befindet sich die kleine Gemeinde Chamues-ch.

Der Absender teilt Martha mit,

dass die Landschaft hier schön, aber doch eher langweilig sei. (kein Handy!). Allerdings war die Reise mit der Albulabahn eine schöne Fahrt.

Verlag Carl Künzli-Tobler Zürich
Verlag Carl Künzli-Tobler Zürich

Der Personenzug verlässt mit der Lok Ge 2/4 No. 207 Ponte Campovasto (La Punt). Die Engadin Bahn/RhB bestellt insgesamt 7 Exemplare. Diese sind seit 1913 im Einsatz.

J. Feuerstein Schuls
J. Feuerstein Schuls

Was hat der Photograph wohl bei dieser Aufnahme gedacht? 

Madulein ist kaum zu erkennen, der "Engadiner" vorbeigerauscht (und nur noch links klein sicht-bar), das Kartenmotiv im all-

gemeinen langweilig. Das alte Signal ist allerdings einen Hin-

gucker wert.


Maschinenfabrik Oerlikon, gestempelt 28.06.1918
Maschinenfabrik Oerlikon, gestempelt 28.06.1918

Es handelt sich um eine Ge 4/6 PS - Demonstration der Maschinenfabrik Oerlikon! Je nach Fabriknummer beträgt diese zwischen 600 - 800.. (die G 4/5 Dampfloks 105 - 129 bringen es auch auf 800!). Die erste Lok No. 351 wir am 18. Dezember 1912, die Letzte mit der 302 am 29. Aug.  1918 ausgeliefert. Gebaut werden sie durch die Firmen SLM/BBC/MFO und AEG. Insgesamt acht Maschinen sind für die Engadin Bahn / Rh.B im Einsatz. Die 353 ist noch heute betriebsfähig, die

391 befindet sich im Deutschen Bahnmuseum, alle anderen Maschinen wurden abgebrochen

Kurz nach der Eröffnung dürfte diese seltene Ansichtskarte bei Zuoz entstanden sein. Der Loko-

motivführer kann seine Ge 4/6 munter fahren lassen, die Linie ist gerade mit einem leichten Gefälle. Auffallend ist die breite Strasse nach Zuoz. Ob diese beim Bahnbau ausgebaut wurde,?Für die wenigen Postkutschen scheint sie mir doch ziemlich überdimensioniert.

Verlag Carl Künzli-Tobler zürich
Verlag Carl Künzli-Tobler zürich

Cinuskel, oder Cinuos-chel auf romantsch. Der Weiler gehört zur Gemeinde S-canf und markiert die Grenze zwischen dem Ober- und Unterengadin. Der Bahnhof liegt oberhalb des Dorfes. 

D. Mischal Schiers
D. Mischal Schiers

Eine seltene detaillierte Phtotographie unmittelbar nach der Fertigstellung des Inn Viaduktes bei Cinuskel. Noch fehlen die Oberleitungsmasten und das Geländer des Viadukts. "Es ist eine der charakteristischen, trotz ihres eleganten, leichten Bogens kraftvoll dastehenden Steinbrücken der Rhätischen Bahn, wie wir sie ähnlich von Solis und Wiesen her kennen", so die Schweizerische Bauzeitung vom 18. Januar 1913.

 

J. Feuerstein Schuls
J. Feuerstein Schuls

Die Ge 2/4 überquert die Brücke in Richtung Bever. Nach weiteren Tunnels und Brücken erreicht die Bahn südwärts die Ausweiche - Station Carolina und das Dorf Zernez.

 

Edition Guggenheim & Co. Zürich, gestempelt 04.05.1945
Edition Guggenheim & Co. Zürich, gestempelt 04.05.1945

Die RhB besitzt seit 1913 zwei Dampfschneeschleudern mit den Bezeichnungen R11 und R12. Die R 12 ist von 1913–1922 in Landquart beheimatet, danach bis 1935 im Engadin stationiert und wechselt 1935 nach Davos Platz. Bis Ende der Fünfzigerjahre ist sie im Einsatz, 1968 wird sie ausrangiert. Nach einem längeren Aufenthalt bei der Blonay Chamby Bahn renoviert das R12 Team um Martin Horat in Arth Goldau die Schleuder. Die R11 wurde bereits im Jahr 1966 in Samedan abgebrochen.

(interessante Infos unter www.dampfschleuder.ch)

Lokomotive Ge 4/6 No. 301 mit Zug bei Carolina

Edition Guggenheim & Co. Zürich
Edition Guggenheim & Co. Zürich

Oberhalb des Bahnhofs Zernez überfährt die Engadin Bahn den Fluss "Spöl", welcher vom Ofen-pass her in den Inn mündet. Die Karte vom Guggenheim Verlag finde ich "kräftig" coloriert, es gibt sie auch in einer schwarz- weiss Ausgabe.

Edition Guggenheim & Co. Zürich
Edition Guggenheim & Co. Zürich

Im Gegensatz zu den Holz-

häuschen der Albulabahn bauen die Architekten die Engadiner 

Stationen aus Stein. Bei Zernez

wird dann mal richtig reinge-

hauen; dementsprechend ent-

stand mehr ein schickes 

Schlösschen als ein Bahnhof.

Edition Guggenheim & Co. Zürich, gestempelt 04.08.1915
Edition Guggenheim & Co. Zürich, gestempelt 04.08.1915

Ardez mit dem Bahnhof, dem Güterschuppen und den typischen Transformer Häuschen. Südlich des Dorfes durchfährt die Linie nun viele Tunnels und überquert manchen Viadukt, um schluss-

endlich Scuol zu erreichen.

 

 

Der Endbahnhof und Kurort Scuol ist erreicht. Auf dieser frühen schwarz-weiss Karte sind die Details der Bahnhof-anlagen besonders gut zu erkennen. 

Künzli & Tobler Zürich. gestempelt 10.07.1916
Künzli & Tobler Zürich. gestempelt 10.07.1916

Edition Photoglob Zürich
Edition Photoglob Zürich

Scuol - Tarasp inmitten von einem phantastischem Bergpanorama liegend. Die Karte ist auch sehr, sehr schön coloriert.